Experimentelles Bauen
KITA & Pfarrheim St. Konrad · Klinkerdach, Kita-Preis NRW 2020, Architektur Paul Böhm
Referenzprojekt Experimentelles Bauen
Experimentelles Bauen: Klinkerdach KITA St. Konrad Neuss
Ausgezeichnete Architektur, experimentelle Dachkonstruktion und präzise Abdichtungstechnik: Bei St. Konrad in Neuss wurde eine gebundene Systembauweise aus dem Garten- und Landschaftsbau auf geneigte Dachflächen im Hochbau übertragen.
Beim Neubau der Kindertagesstätte und des Pfarrheims St. Konrad in Neuss-Gnadental hat Hamacher Bedachungen die Dämm- und Abdichtungsebene für ein experimentelles Klinkerdach ausgeführt – die technische Grundlage dafür, dass Klinkersteine statt klassischer Dachziegel als sichtbare Dachoberfläche eingesetzt werden konnten.
Projekt auf einen Blick
| Projekt | Neubau KITA und Pfarrheim St. Konrad |
| Ort | Konradstraße 33, 41468 Neuss-Gnadental |
| Architektur | Architekturbüro Paul Böhm GmbH, Köln |
| Bauherr | Katholische Kirchengemeinde St. Konrad |
| Thema der Referenz | Experimentelles Bauen / Klinkerdach / Sonderkonstruktion auf geneigten Dachflächen |
| Besonderheit | Klinkersteine als Dachoberfläche in gebundener Systembauweise, sonst eher aus dem Garten- und Landschaftsbau bekannt |
| Leistung Hamacher | Mitwirkung an Planung und Ausführung der Dämm- und Abdichtungsebene, Schubsicherung, Detailausbildung und technische Vorbereitung der Dachflächen |
| Auszeichnung | Kita-Preis NRW 2020 der Architektenkammer NRW |
Das Projekt im Detail
Das Referenzprojekt im Kurzprofil
Beim Neubau der Kindertagesstätte und des Pfarrheims St. Konrad in Neuss-Gnadental entstand ein außergewöhnliches Ensemble aus mehreren Baukörpern, die sich um den bestehenden Kirchplatz gruppieren. Der Entwurf des Architekturbüros Paul Böhm nimmt die Materialität der benachbarten Kirche St. Konrad auf und übersetzt sie in eine moderne, eigenständige Architektur. Das Projekt wurde mit dem Kita-Preis NRW 2020 der Architektenkammer NRW ausgezeichnet.
Für Hamacher Bedachungen ist diese Referenz besonders wertvoll, weil hier nicht nur eine handwerklich anspruchsvolle Dachabdichtung ausgeführt, sondern eine technische Grundlage für eine in dieser Form experimentelle Dachoberfläche geschaffen wurde. Die Baukörper bilden gemeinsam mit der bestehenden Kirche einen neuen, gefassten Platzraum.

Warum St. Konrad ein Projekt des experimentellen Bauens ist
Experimentelles Bauen bedeutet bei diesem Projekt nicht, dass ohne Regeln gearbeitet wurde. Im Gegenteil: Die Besonderheit lag darin, eine ungewöhnliche architektonische Idee technisch sicher, dauerhaft und gewerkeübergreifend ausführbar zu machen.
Die Dachflächen wurden nicht mit klassischen Dachziegeln gedeckt. Stattdessen kamen Klinkersteine im halben Steinformat als Dachoberfläche zum Einsatz. Veröffentlichte Fachberichte beschreiben, dass hier eine gebundene Systembauweise aus dem Garten- und Landschaftsbau auf den Hochbau und auf geneigte Dachflächen übertragen wurde. Damit wurde ein System, das man üblicherweise eher von befestigten Flächen kennt, auf das Dach gebracht.
Damit diese Gestaltung funktionieren konnte, mussten Abdichtung, Dämmung, Schubsicherung, Entwässerung und spätere Klinkerauflage exakt zusammenpassen. Das Dach wurde somit nicht nur als „Dachdeckung", sondern als mehrschichtiger Sonderaufbau geplant: tragende Betondecke, Dampfsperre, druckfeste Dämmung, mehrlagige Bitumenabdichtung, zweite Entwässerungsebene und darauf die gebundene Klinkeroberfläche.
Gerade diese Schnittstelle macht die Leistung von Hamacher Bedachungen sichtbar: Die Abdichtungsebene musste dauerhaft dicht, belastbar, handwerklich sauber und zugleich so vorbereitet sein, dass die nachfolgende experimentelle Klinkerkonstruktion sicher aufgebracht werden konnte.
Auf einen Blick
Leistungen von Hamacher Bedachungen
Die Leistung von Hamacher Bedachungen lag in der fachgerechten Vorbereitung und Ausführung der Dachabdichtung als technische Grundlage für die spätere Klinker-Dachoberfläche. Besonders hervorzuheben ist, dass die Arbeiten nicht nach einem einfachen Standarddetail ausgeführt werden konnten, sondern projektspezifisch geplant, abgestimmt und handwerklich umgesetzt werden mussten.
Architektur
Architektonischer Kontext: Paul Böhm und St. Konrad
Der Entwurf von Paul Böhm steht in einem besonderen architektonischen Zusammenhang. Die benachbarte Kirche St. Konrad wurde von Gottfried Böhm geplant. Der Neubau des Pfarrheims und der Kindertagesstätte greift die Materialität des Bestands auf, ohne diesen zu kopieren. Aus der Verbindung von Bestandskirche, Turm, Taufkapelle, Pfarrheim und Kindergarten entsteht ein neuer, klar gefasster Kirchplatz.
Die einheitliche Verwendung von rotem Klinker an Wand und Dach gibt den Baukörpern eine fast monolithische Wirkung. Gerade diese gestalterische Geschlossenheit machte die Dachflächen technisch anspruchsvoll: Die Dachkonstruktion durfte nicht wie ein Fremdkörper wirken, musste aber alle Anforderungen an Abdichtung, Entwässerung, Belastbarkeit und Dauerhaftigkeit erfüllen.
Fazit
Das Projekt als Referenz für experimentelles Bauen
Das Projekt zeigt, wofür anspruchsvolles Dachdeckerhandwerk steht: Sonderlösungen verstehen, Risiken früh erkennen, Details sauber planen und handwerklich so ausführen, dass Architektur und Funktion dauerhaft zusammenpassen. Die mehrlagige bituminöse Abdichtung bildete die Grundlage für eine Dachkonstruktion, bei der eine gebundene Systembauweise aus dem Garten- und Landschaftsbau auf den Hochbau übertragen wurde.
Die KITA St. Konrad in Neuss wurde 2020 mit dem Kita-Preis NRW ausgezeichnet und in mehreren Fachmedien veröffentlicht. Für Hamacher Bedachungen ist dieses Projekt eine starke Referenz für experimentelles Bauen, innovative Dachabdichtung und die sichere Umsetzung außergewöhnlicher Architektur.
Bildstrecke
Vollständige Bildergalerie
KITA St. Konrad Neuss: Ensemble mit Klinkerdächern
Fertiges Ensemble: Klinkerfassaden und Klinkerdächer bilden eine Einheit.
KITA St. Konrad Neuss: Dachdetail der bituminösen Abdichtung
Detail der bituminösen Abdichtung auf der Dachfläche.
KITA St. Konrad Neuss: Abdichtung an Lichtband und Durchdringungen
Abdichtung im Bereich von Lichtband und Durchdringungen.
KITA St. Konrad Neuss: Neubau und Kirchturm in Klinker
Neubau und Kirchturm im einheitlichen Klinkerbild.
KITA St. Konrad Neuss: Nahaufnahme von Dach und Fassade in Klinker
Nahaufnahme: Übergang von Fassade und Dach in Klinker.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Klinkerdach St. Konrad Neuss
Was ist am Dach der KITA St. Konrad in Neuss besonders?
Statt klassischer Dachziegel kamen Klinkersteine im halben Steinformat als Dachoberfläche zum Einsatz. Dabei wurde eine gebundene Systembauweise, die sonst eher aus dem Garten- und Landschaftsbau bekannt ist, auf geneigte Dachflächen im Hochbau übertragen.
Welche Leistung hat Hamacher Bedachungen erbracht?
Hamacher Bedachungen führte die Dämm- und Abdichtungsebene auf den geneigten Dachflächen aus – mit druckfester Dämmung, Schubsicherung, mehrlagiger bituminöser Abdichtung und der Detailausbildung an Graten, Kehlen, Rändern, Lichtbändern und Einbauten. Diese Abdichtung bildet die technische Grundlage für die spätere Klinkeroberfläche.
Wer hat die KITA und das Pfarrheim St. Konrad geplant?
Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Paul Böhm GmbH aus Köln. Die benachbarte Bestandskirche St. Konrad wurde von Gottfried Böhm geplant.
Wurde das Projekt ausgezeichnet?
Ja. Die KITA St. Konrad wurde 2020 mit dem Kita-Preis NRW der Architektenkammer NRW ausgezeichnet und in mehreren Fachmedien veröffentlicht.
Wo befindet sich das Projekt?
Das Ensemble steht in Neuss-Gnadental, Konradstraße 33, 41468 Neuss.
Ein außergewöhnliches Dach geplant?
Ob experimentelle Konstruktion oder klassisches Steildach: Wir bringen die technische Abdichtungs- und Dämmebene sicher unter jede Dachoberfläche.















